Smart Home – Funkthermostate: Das Raumklima voll unter Kontrolle

Ein Heizkörperthermostat ist ein altbewährtes Gerät zur Überwachung und Kontrolle der Raumtemperatur. Bisher sind sie einzig als zylinderförmige Drehgriffe aus Plastik bekannt. Mittlerweile ist ein Thermostat zu einem smarten Funkthermostat transformiert. Es wird nicht mehr nur zur manuellen Einstellung der Temperatur genutzt, sondern erfüllt noch etliche weitere Features. Sie sind programmierbar und können mit dem Tablet oder dem SmartPhone gesteuert werden. Sie sind lernfähig und speichern die Tageszeiten und die dazu passenden Temperatureinstellungen. Sie kennen die Sonn- und Feiertage und heizen an diesen Tagen etwas kräftiger ein. Erfahren Sie hier alles, was Sie über smarte Heizkörperthermostate wissen müssen. Im letzten Teil stellen wir Ihnen fünf bekannte Marken und die dahinterstehende Technik vor.

Was ist ein Thermostat und was ist die Technik dahinter?

Ein modernes Funkthermostat erfüllt zwei Funktionen: Die eines Temperaturreglers und die eines Temperaturfühlers. Der Temperaturfühler erfasst die Temperatur, der Temperaturregler vergleicht die Temperatur mit dem Sollwert und regelt diese mittels Stellglied.

Sobald der Temperatursensor eine Differenz zwischen Soll- und Istwert erkennt, schaltet sich das Stellglied ein.

Smarte Heizkörperthermostate messen die Raumtemperatur und können an jedem beliebigen Ort installiert werden. Sie müssen nicht am Heizkörper angebracht werden. Mit einem Sensor vergleicht das Funkthermostat den Istwert mit dem vom Besitzer eingegebenen Sollwert und leitet die Information per Funk (WLAN, Bluetooth, Z-Wave, ZigBee, usw.) an den Temperaturregler weiter, welcher den Wärmegrad hebt oder senkt. Die Wärme, die durch Sonnenlicht in den Raum dringt, wird ebenfalls vom Sensor registriert.

Der Regler selbst muss dort angebracht werden, wo die Raumtemperatur tatsächlich gesteuert wird. Auf diese Weise ist eine Kommunikation via SmartPhone von unterwegs möglich.

Der Temperaturfühler sowie der Temperaturregler werden gleichermaßen als Funkthermostat bezeichnet. In vielen Fällen befindet sich Regler und Fühler in einem Gerät. Es gibt aber auch Funkthermostate, in denen der Fühler vom Regler getrennt ist.

Thermostat Smart Home

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Der Vorteil eines smarten Heizkörperthermostates: Bis zu 30 % Heizkosten sparen

Mit einer automatischen Nachtabsenkung der Raumtemperatur sowie zusätzlicher Absenkung in der Zeit der Abwesenheit tagsüber ergibt sich bereits ein enormes Einsparungspotential. Zusammen mit der Möglichkeit, die Raumtemperatur eines jeden Raumes individuell zu steuern ist es möglich, bis zu 30 % der Heizkosten einzusparen. Wer abends duscht, braucht nur abends ein wärmeres Badezimmer. Im Schlafzimmer kann man tagsüber grundsätzlich auf das Beheizen verzichten und die Raumtemperatur abends eher kühl halten.

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Alle Fragen und Antworten zu Funkthermostaten

Wie bringe ich das Funkthermostat richtig an?

Montieren Sie Ihr smartes Heizkörperthermostat dort, wo es nicht von Gardinen verhängt oder von Möbeln verstellt wird. Ein Wärmestau führt zu einer falschen Auswertung.

Können die Funkwellen meinen Fernsehempfang stören?

So, wie es keine Internet-Verbindung zum PC gibt, welche den Empfang stört, kann es mit anderen Smart Home Geräten ebenso nicht zu Störungen des TV-Empfanges kommen.

Müssen Mieter um Erlaubnis fragen, wenn sie sich ein Funkthermostat installieren?

Mieter müssen weder eine Erlaubnis vom Vermieter einholen, noch müssen sie ihn darüber informieren, wenn sie die vorhandenen Thermostate auf Funkthermostate aufrüsten. Empfehlenswert ist es, die alten Thermostate aufzubewahren, um sie bei Mieterwechsel wieder anbringen zu können. 

Unser erster Tipp: Bei Einbau von Smart Home Lösungen im Bereich Energieeffizienz zur Heizungsoptimierung werden Sie von der BAFA gefördert!

Es gibt bestimmte Smart Home Lösungen, die bei der BAFA unter die Kategorie „Heizungsoptimierung durch einen hydraulischen Abgleich bei bestehenden Heizsystemen“ fallen und somit gefördert werden. Wenn Sie sich für eine Smart Home Lösung entscheiden, welche die Kriterien der BAFA erfüllen, können Sie bei Optimierung Ihrer bestehenden Heizungsanlage mit einem Zuschuss rechnen. Dabei werden bis zu 30 % der Netto-Anschaffungs- und Installationskosten gefördert.

Welche Anforderungen muss ich erfüllen, um die BAFA-Förderung zu bekommen?

  • Die Einreichung des Förderungsansuchens muss vor dem Kauf der Anlage stattfinden.
  • Es muss sich um eine Heizung in einem Bestandsbau handeln.
  • Ein hydraulischer Abgleich muss im Gebäude durchgeführt werden.
  • Die Installation muss von einem professionellen Handwerker durchgeführt werden

Wer hat Anspruch auf Förderung?

  • Freiberufler
  • Genossenschaften
  • Hausverwalter
  • kommunale Gebietskörperschaften
  • Kommunen
  • Privatpersonen
  • Stiftungen
  • Unternehmen
  • Vereine
  • Vertreter von Wohnungseigentümergemeinschaften

Thermostat - Smart Home

Welche Smart Home Geräte erfüllen die Erfordernisse zum Erhalt der BAFA-Förderung?

Die Mehrheit der Smart Home Lösungen können mit dem hydraulischen Abgleich Ihrer bestehenden Heizung installiert werden. Erkundigen Sie sich bei Interesse an einem bestimmten Smart Home Gerät immer auch über diese Möglichkeit.

Unser zweiter Tipp: Heizung sanieren und mit einer intelligenten Hausautomatisierung ausstatten – Förderung kassieren.

Wenn Sie eine Sanierung Ihrer Heizung planen, haben sie die Möglichkeit, im Zuge dessen ihr Zuhause mit intelligenter Hausautomatisierung auszustatten. Bei Einbau einer energieeffizienten, nachhaltigen Heizungsanlage werden die entstehenden Kosten durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gefördert. In bestimmten Fällen lässt sich die Förderung der KfW sogar mit dem Förderprogramm der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle) kumulieren.

Bevor Sie sich jedoch für eines der unzähligen Smart Home Geräte im Bereich Energieeffizienz entscheiden, informieren Sie sich umfassend darüber, mit welchen Förderungen Sie rechnen können.

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Fünf Funkthermostate im Vergleich

Es gibt unzählige Anbieter von smarten Heizkörperthermostaten. Fünf davon sind uns besonders ins Auge gestochen. Diese fünf wollen wir, zur besseren Vergleichbarkeit wie immer so vereinheitlicht wie möglich, vorstellen.

  1. Danfoss – Smart Home Thermostaten

Das smarte Heizkörperthermostat „Connect Thermostat“ von Danfoss bietet in Verbindung mit dem „CC Zentralregler“ die Möglichkeit, die Temperatur nicht nur manuell, sondern vor allem auch mit dem SmartPhone über eine App (Android und iOS) zu steuern. Achtung: Erkundigen Sie sich genau, ob der Regler auf Ihr Heizkörperventil passt! Der Regler benötigt dazu zwei handelsübliche AA-Batterien, welche im Betrieb eine Lebensdauer von ca. zwei Jahren haben.

Funktionen:

  • Frostschutzfunktion
  • Individuelle Temperatur für jeden Raum
  • Selbstlernfunktion Aufheiz- und Absenkzeiten
  • Präzise Temperaturabsenkung in 0,5°-Schritten
  • Einstellbare Heizpause
  • Kindersicherung
  • Fensteröffnungserkennung
  • Batterieladezustands-Anzeige
  • Temperatur wird konstant gehalten
  • Offene Plattform

Verbindung: kompatibel mit WLAN

Funkprotokoll: ZigBee

Verschlüsselung: WPA2- und AES-Standard

Sonstiges:

Erster Heizkörperthermostat, der mit dem eu.bac-Zertifikat ausgezeichnet wurde.

Interoperabilität: Nein

  1. Bosch – Smart Home Thermostaten

Das elektronische Thermostat von Bosch wird mit dem Bosch Smart Home Controller zusammengeschlossen und kann über die Bosch App (Android und iOS) bedient werden. Der Temperaturregler wird mit handelsüblichen AA-Batterien betrieben.

Funktionen:

  • Frostschutzprogramm
  • Individuelle Temperatur für jeden Raum
  • Präzise Temperaturabsenkung in 0,5°-Schritten
  • Fensteröffnungserkennung
  • Gesicherte Funkprotokolle
  • Regelmäßiges Öffnen des Ventils zum Schutz vor Verkalkung
  • Offene Plattform

Verbindung: kompatibel mit WLAN

Funkprotokoll: proprietär, Zigbee

Sonstiges:

Mitgeliefert wird ein Adapter für seltene und unübliche Heizungsventile. Eine Auflistung der möglichen Ventile sowie der dazu passenden Adapter finden sie weiter unten.

Interoperabilität: Nein

  1. Netatmo – Smart Home Thermostaten

Das Funk Heizkörperthermostat „Netatmo by Starck“ arbeitet zusammen mit der Zentrale „Smart Thermostat“ und verspricht ein Einsparungspotenzial bis zu 37 % bei Einfamilienhäusern. Das Besondere an diesem Smart Home System ist zunächst die Möglichkeit der Sprachsteuerung (Siri oder Amazon Alexa) und das besonders auffallende Design des Zylinders aus durchscheinendem Plexiglas, welches in vier möglichen Farben erhältlich ist. Für den Betrieb werden zwei handelsübliche AA-Batterien benötigt, die eine Lebensdauer von ca. zwei Jahren haben. Der Temperaturfühler analysiert die Temperatur in Echtzeit und berücksichtigt dabei die Wärme infolge von Sonneneinstrahlung.

Funktionen:

  • Besonders simple Installation
  • Für verschiedenste Heizkörpersysteme geeignet
  • Raumtemperatur in Echtzeit anzeigen lassen.
  • Manuelle Einstellungen können vorgenommen werden.
  • Steuerung über App (Android und iOS)
  • Individuelle Temperatur für jeden Raum
  • Einstellbare Heizpause – Nachtmodus
  • Eco Modus für besonders energieeffizente Nutzung
  • Fensteröffnugserkennung

Verbindung: kompatibel mit WLAN

Funkprotokoll: Apple Homekit

Interoperabilität: Nein

  1. Comet DECT mit der Fritzbox – Smart Home Thermostaten

Die als Internet-Router entwickelte Fritzbox transformiert immer mehr zu einer attraktiven Smart Home Lösung. Diese Lösung ist vor allem auch für diejenigen geeignet, die nicht vorhaben, sich andere smarte Pakete zu installieren. Bis zu zwölf Thermostate „Comet DECT“ funktionieren rein über die Bedienung über die Fritzbox. Auch hier werden zwei AA-Batterien benötigt. Adapter für seltene Heizkörperventile sind erhältlich. Es ist über das SmartPhone, Tablet oder das FritzPhone von Außerhalb steuerbar.

Funktionen:

  • Selbstlernfunktion Aufheiz- und Absenkzeiten
  • Individuelle Temperatur für jeden Raum
  • Einstellbare Heizpause
  • Fensteröffnungserkennung
  • Batterieladezustands-Anzeige
  • Push-Mitteilungen per E-Mail bei schwachem Ladezustand der Batterien

Verbindung: kompatibel mit WLAN

Funkprotokoll: DECT-ULE

Sonstiges: Ist derzeit der einzige Temperaturregler, der das Funkprotokoll DECT-ULE benutzt.

Interoperabilität: Nein

  1. Ecozy – Smart Home Thermostaten

Auch hier besticht das Design des Funk Heizkörperthermostates. Er ist via Touch-Screen und App (Android oder iOS) bedienbar. Zur Bedienung wird er mit dem Temperaturfühler „eCozy Central Unit“ verbunden. Eine Bedienung ohne Internetverbindung ist möglich.

Funktionen:

  • Simple Installation
  • Individuelle Temperatur für jeden Raum
  • Einstellbare Heizpause
  • Batterieladezustands-Anzeige
  • Temperatur wird konstant gehalten
  • Offene Plattform
  • Simple Handhabung

Verbindung: kompatibel mit WLAN

Funkprotokoll: ZigBee

Sonstiges:

Sehr simple Handhabung, aber nicht so viele Features wie andere Geräte in diesem Bereich.

Interoperabilität: Nein

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Installation eines Funkthermostates

Die Installation der Thermostate gestaltet sich sehr einfach. In allen fünf vorgestellten Fällen wird der vorhandene Regler einfach vom Ventil abgeschraubt und mit dem neuen Funkthermostat ersetzt. Für unübliche und seltene Ventile kann das Funkthermostat mit einem Adapter aufgesetzt werden.

Die zentrale Einheit wird in den meisten Fällen mithilfe der App am SmartPhone installiert und mit dem Funkthermostat verbunden. Sehen Sie sich weiterführend dazu die von uns verlinkten Videos an.

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Zeit für eine ökologische Revolution

Natürlich ist ein Thermostat alleine nicht die Lösung unserer Umweltprobleme. Doch es ist ein erster Schritt, der von jedem begangen werden kann. Ein kleiner Schritt, der schon sehr viel bewirkt. Wir von Smart-Gadgets sind davon überzeugt, dass es mit Smart Home Geräten gelingen wird, eine ökologische Revolution in Gang zu setzen.

Alle Systeme in der Übersicht:

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