Powerbank im Flugzeug? Was ist erlaubt?

Die Urlaubszeit beginnt und jedes Jahr nehmen wir mehr elektronische Geräte mit in die Ferne. Um bei ausgedehnten Wanderungen, auf den Zeltplatz oder am Strand auch alles wieder aufzuladen darf eine Powerbank im Gepäck natürlich nicht fehlen. Doch darf man die überhaupt mit ins Flugzeug nehmen? Wir haben für euch nachgefragt.

[Update: Der Artikel zu einer Powerbank im Flugzeug wurde 2019 komplett überarbeitet und an aktuelle Vorschriften angepasst.]

Powerbang im Flugzeug

Inhaltsverzeichnis zum Artikel: Powerbank im Flugzeug

keine einheitlichen Regeln für Powerbank im Flugzeug

Zu beginn sei gesagt, dass keine allgemeingültigen Regeln für Powerbanks im Flugzeug gibt. Zwar hat der Dachverband der Fluggesellschaften (die International Air Transport Association) eine Richtlinie zu Batterien im Flugverkehr herausgegeben, aber nicht alle Fluggesellschaften setzen diese eins zu eins um. Einige Mitglieder des Verbandes haben für ihre Flugverbindungen die vorgeschlagenen Grenzwerte extrem nach unten geschraubt. Hier empfiehlt es sich also im Zweifelsfall immer bei der jeweiligen Airline nachzufragen.

Andere Fluggesellschaften sind auch gar nicht erst in der IATA vertreten und damit auch nicht an die vorgegebenen Richtlinien gebunden. Das betrifft aber nur sehr wenige Gesellschaften, mit denen der normale Urlauber wahrscheinlich auch niemals fliegen wird.

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Warum gibt es überhaupt Vorschriften auf Flügen?

Die Akkus einer Powerbank bestehen fast immer aus Lithium-Ionen Batterien. Diese sind in der Regel vollkommen ungefährlich. In großen Konzentrationen, wie in einer Powerbank, kann es aber bei einen Kurzschluss zu extremer Hitzeentwicklung kommen. Der Zusatzakku kann dann so heiß werden, dass er umliegende Geräte in Brand steck oder gar selbst in Flammen aufgeht.

Natürlich kommt so etwas äußerst selten vor. An Bord eines Flugzeuges will man aber jedes Risiko vermeiden.

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Powerbank als Gepäck aufgeben

Eine Powerbank im Koffer als Gepäck aufgeben ist bei keiner Airline gestattet. Zu groß ist die Gefahr, dass der Frachtraum in Flammen aufgeht und damit die unvermeidliche Katastrophe herbeiruft.

Solltet Ihr eure Powerbank trotzdem als Gepäck aufgeben und so euren Zusatzakku mit in den Urlaub schmuggeln wollen, so werdet ihr am Zielflughafen ein Überraschung erleben. Alle Koffer werden vor dem Verladen durchleuchtet und bei Verdacht auf verbotene Substanzen geöffnet. Findet der Flughafenmitarbeiter eure Powerbank, so wird diese herausgenommen und euer Koffer geht ohne das Gerät auf Reisen.

Powerbank Handgepäck

In letzter Zeit gab es auch immer wieder Berichte von Reisenten, dass der Koffer nach der Öffnung nicht am Urlaubsort ankam. Dauern die Kontrollen nämlich zu lange, dann schickt die Airline den Koffer mit einer der nächsten Maschinen hinterher. Hier sollte man es sich also ganz genau überlegen eine Powerbank im aufgegebenen Koffer mit an Board zu schmuggeln.

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Powerbank als Handgepäck

Entspannter ist die Situation, wenn ihr eure Powerbank im Handgepäck mitführt. Hier geht die Airline davon aus, dass im Schadensfall schneller eingegriffen werden kann und hat etwas großzügigere Regeln eingeführt. Aber Vorsicht: auch im Handgepäck ist nicht jeder Zusatzakku erlaubt.

Die IATA gibt als Richtlinie Akkus mit einer Gesamtkapazität von maximal 100 Wh an. Wie bereits erwähnt, haben einige Airlines diese Grenze für die eigenen Flüge noch etwas verschärft. Im Großen und Ganzen ist man mit diesen Richtwert aber bei 90 Prozent aller Flüge auf der Sicheren Seite.

Powerbank Flugzeug

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Unterschiedliche Regelungen zur Powerbank im Flugzeug

Unbedingt beachten solltet ihr, dass einige Länder auch andere Reglungen zu Powerbanks im Flugzeug haben. Zum Beispiel sind die Vorschriften in Asien teilweise strenger, als in Europa. Auch ändern einige Airlines hin und wieder ihre Vorschrift. So sind einige Fluggesellschaften in Sachen Powerbank sogar noch strenger, als die Vorgaben der jeweiligen Länder. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltet Ihr also konkret bei eurer Fluggesellschaft anrufen und nachfragen, welche Grenzen hier gelten.

Ein Beispiel: Als vor einigen Jahren der Akku des Galexy Note 8 explodierte, hat Emirates beschlossen keine Passagiere mit diesem Telefon an Board zu lassen. Man hatte damals die Wahl sein Smartphone abzugeben oder einfach nicht mitzufliegen. Natürlich war der Akku im Note 8 viel kleiner als der in einer Powerbank. Das letzte Wort hat aber immer due Fluggesellschaft.

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Wie viel Wh hat meine Powerbank?

Durch die Obergrenze von 100 Wh ergibt sich aber jetzt für viele Powerbank Nutzer ein neues Problem. Die Hersteller geben bei ihren Geräten meist nur die Kapazität in mAh an. Mit einer einfachen Formel kann man aber die Wh der eigenen Powerbank ausrechnen.

Dazu multipliziert man die Kapazität in mAh der Powerbank mit der Ladespannung in Volt (V) und dividiert das ganze durch 1.000. Keine Angst, das ganze ist einfacher als es jetzt klingt 😉

Hier ein paar Beispiele für gängige Kombinationen:

10.000 mAh * 3,6 V / 1.000 = 36 Wh
Das heißt: eine Powerbank mit einer Kapazität von 10.000 mAh und 3,6 V hat 36 Wh und ist absolut kein Problem im Handgepäck.

10.000 mAh * 3,8 V / 1.000 = 38 Wh
20.000 mAh * 3,6 V / 1.000 = 72 Wh
20.000 mAh * 3,8 V / 1.000 = 76 Wh
30.000 mAh * 3,6 V / 1.000 = 108 Wh
30.000 mAh * 3,8 V / 1.000 = 114 Wh

Ihr seht also, dass die meisten Powerbanks im Handgepäck kein Problem darstellen. Erst über 30.000 mAh muss man genau nachrechnen und gegebenenfalls vorher bei der jeweiligen Airline nachfragen. Die beliebte Anker PowerCore+ 20100mAh liegt aber noch im Rahmen. Auch eine SolarPowerbank mit 15.000 mAh ist kein Problem.

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Lithium-Ionen Batterie in Flammen

Wie schnell eine Lithium-Ionen Batterie in Flammen aufgehen kann seht ihr in diesen Video:

Und hier noch eine Auswahl an Powerbanks, die ihr im Handgepäck problemlos mit an Board eines Flugzeuges nehmen könnt:

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Letztes Preisupdate:10. September 2019 12:51
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Leserfragen zu Powerbanks im Flugzeug

Warum keine Powerbank im Flugzeug?

Powerbanks sind im Flugzeug nicht generell verboten. Nur im aufgegebenen Gepäck haben sie nichts zu suchen. Das Video weiter oben zeigt deutlich, wie gefährlich ein defekter Akku werden kann. Wenn das mit einem 50.000 mAh Akku um Gepäckraum passieren würde, dann kann das Flugzeug inklusive der Passagiere nicht mehr gerettet werden. Das Risiko ist einfach zu groß.

Ein Kompromiss war also Powerbanks im Handgepäck zu erlauben. Sollte hier etwas passieren, dann man man im Notfall schnell eingreifen und einen Brand löschen. Die Akkus dürfen deshalb aber nicht zu groß sein. Denn dann könnte man eine Katastrophe auch im Handgepäck nicht mehr vermeiden.

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Wie groß darf die Powerbank im Flugzeug sein?

Die physische Größe der Powerbank spiel absolut keine Rolle.  Die Gefahr geht von den verbauten Akkus aus. Hier spielt also nur die Kapazität des Zusatzakkus eine Rolle. Die meisten Länder und Fuggesellschaften haben sich auf eine Obergrenze von 100 Wh geeinigt.

Die Powerbank darf im Flugzeug also so groß sein, wie auch euer Handgepäck groß sein darf. Wichtig ist nur, dass ihr die 100 Wh einhaltet.

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Powerbank im Flugzeug – Handgepäck oder Koffer?

Auch diese Frage erreicht uns öfter. Solltet Ihr den Artikel komplett gelesen haben, dann wisst ihr natürlich schon bescheid. Die kurze Antwort auf diese Frage ist: Eine Powerbank hat im Koffer nichts zu suchen. Eure Akkus gehören immer ins Handgepäck. Das gilt übrigens nicht nur für Powerbanks. Auch Akkus für eure Kamera und andere Geräte gehören nicht in das aufgegebene Gepäck.

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Powerbank während Flug benutzen?

Ob Ihr eure Powerbank während des Flugs benutzen dürft, hängt immer von der Airline ab. Hier gilt: Das Bordpersonal hat immer das letzte Wort. Meistens ist es aber kein Problem die Powerbank während des Flugs zu benutzen. Oft ist dies aber überhaupt nicht notwendig, da fast alle Fluggesellschaften heutzutage auch USB Steckplätze in den Sitzen anbieten. So könnt Ihr eure Stromreserven während der Reise sparen.

2 Kommentare
  1. […] beachten, dass man die großen Powerbanks nicht so einfach mit in den Urlaub nehmen kann. Um eine Powerbank mit ins Flugzeug zu nehmen gibt es nämlich einiges zu […]

  2. Zum Glück habe ich das vor meinem urlaub noch gelesen. Vielen Dank.

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