Microsoft präsentiert mehrere neue Surface Geräte

Microsoft hat am Mittwoch mehrere neue Geräte unter seiner Surface-Marke von PCs und Consumer Tech vorgestellt. Im Mittelpunkt der Ankündigungen stehen das Surface Book 3, der neueste leistungsstarke Two-in-One-Laptop des Unternehmens mit abnehmbarem Display und das Surface Go 2. Dies ist ist ein kostengünstigeres Two-in-One-Tablett, welches wie ein kleines Surface Pro konzipiert ist.

Surface 2020

Darüber hinaus ist Microsoft mit seinem Angebot an Audio Zubehör auf dem Vormarsch. Das Unternehmen stellte die Surface Headphones 2 vor. Ein aktualisiertes Paar drahtloser Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung. Weiterhin bestätigte Microsoft den Preis und ein Erscheinungsdatum für die Surface Earbuds. Das Set von AirPods ähnlichen, drahtlosen InEar Kopfhörern wurde im Oktober erstmals vorgestellt.

Alle neuen Surface Geräte können ab sofort vorbestellt werden. Die Auslieferung der Surface Earbuds und des Surface Go 2 soll noch im Laufe dieses Monats erfolgen. Das SurfaceBook 3 sowie die Surface Headphones 2 sollen dann Anfang Juni verfügbar sein.

Surface Book 3 – Mehr Leistung aber kein Thunderbolt 3

Surface Book 3

Das Surface Book 3 fügt sich als das hochwertiges Notebook in Microsofts PC-Familie ein. Es ist im Design fast identisch mit seinem Vorgänger. Es hat immer noch ein geriffeltes Drehpunktscharnier, welches beim Schließen einen leichten Spalt über der Tastatur hinterlässt. Auch das Surface Book 3 ist immer noch mit einem 13,5“ oder 15“ Display erhältlich. Das Display kann vom Rest des Laptops getrennt werden und als riesiges Windows Tablett funktionieren. Die neuen Modelle haben genau dieselben Abmessungen und dasselbe Gewicht wie zuvor. Auch die Bildschirmauflösungen ist unverändert geblieben.

Neu sind hingegen die inneren Werte. Im Surface Book 3 werkeln jetzt Intels Core Chips der 10. Generation. Dabei hat man die Wahl zwischen einem Quad Core i5-1035G7 oder einem Quad Core i7-1065G7 beim 13,5“ Modell. Im 15“ Modell kommt standardmäßig der i7 Prozessor zum Einsatz.

Im Gegensatz zu Microsofts Surface Laptop 3 gibt es hier keine Konfigurationen mit AMD-Chips. Dafür können die Intel Prozessoren jetzt mit bis zu 32 GB LPDDR4x-Arbeitsspeicher kombiniert werden.

Wie seine Vorgänger unterscheidet sich das Surface Book 3 von anderen Surface Geräten durch die Unterstützung dedizierter Grafikkarten. Das 13,5“ Modell wird jetzt mit einem Nvidia GeForce GTX 1650 Max-Q Grafikkarte mit 4 GB GDDR5 Speicher angeboten. Das 15“ Modell kann mit einer GTX 1660 Ti Max-Q mit 6 GB GDDR6 Speicher ausgestattet werden. Die Basismodelle verwendet allerdings nur Intels integrierte Iris-Plus-Grafik.

Microsoft wird für die 15“ Modelle sogar eine Nvidia Quadro RTX 3000 Max-Q anbieten. Diese eignet sich besser für grafikintensive Designarbeiten. Erhältlich ist diese Variante aber vorerst nur über B2B Händler.

Laut Microsoft sollen dank der GTX 1660 TI Max-Q moderne Spiele bei 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde laufen. Ein Wert, der durchaus realistisch klingt. Dennoch sollte man wissen, dass es sich hierbei nicht um einen Gaming Laptop handelt. Die Grafikoptionen sind eher im mittleren Bereich des Nvidias mobilen Grafikkarten angesiedelt.

Vollkommen unverständlich ist, dass Microsoft auch in der 3. Generation immer noch keinen Thunderbolt 3 Anschluss verbaut. Lediglich ein USB-C Anschluss, welcher jetzt dank USB 3.1 Gen 2 etwas schneller ist, wurde den neuen Surface Books 3 spendiert. Das ist zwar toll, um einen USB-C Monitor anzuschließen, eine eGPU kann man daran aber leider nicht betreiben.

Unabhängig davon besteht der Rest der Ports aus zwei USB-A 3.1 Gen 2 Anschlüssen, zwei Surface Connect-Anschlüssen, einem SDXC-Kartenleser und einem Kopfhöreranschluss. Weiterhin wird WiFi 6 und Bluetooth 5 unterstützt. Die mitgelieferten Netzteile sind mit 65W (13,5“) bzw. 127W (15“) etwas stärker geworden. Die Akkulaufzeit gibt Microsoft mit 15,5 Stunden für das 13,5“ Modell und 17,5 Stunden für das 15“ Modell an.

Surface Go 2 – größeres Display und Intel Core M

Surface Go 2

Am entgegengesetzten Ende der Microsoft Palette befindet sich der Surface Go 2. Dies soll das neue Tablett für Einsteiger in das Surface Universum werden. Auch hier hat sich im Grunde nicht viel geändert: Es ist nach wie vor als eine kostengünstigere Alternative zum Surface Pro konzipiert.

Das große Update hier ist, dass das Surface Go 2 einen halben Zoll mehr Bildschirmfläche bietet. Damit wurde der Bildschirm auf 10,5“ vergrößert. Da gleichzeitig die Ränder schmäler geworden sind, wurden die Gesamtabmessungen gleich geblieben. Das Display hat eine ordentliche Auflösung von 1.920 × 1.280 Pixeln bei einem Seitenverhältnis von 3:2. Es wird auch weiterhin 10-Finger Multitouch und der Microsoft Surface Pen unterstützt.

Die Basisversion des Surface Go 2 kommt gerade mal mit einem Intel Dual Core Pentium Gold 4425Y Prozessor, 4 GB DDR3 RAM und 64 GB eMMC-Speicher. Das lässt erahnen, dass dieses Gerät wirklich nur zum surfen im Web und das beantworten von E-Mails gedacht ist. Bei allen anderen Aufgaben wird die Leistung nicht mehr für eine vernünftige Geschwindigkeit ausreichen.

Microsoft bietet allerdings die Möglichkeit auf einen Intel Core m3 Chip der 8. Generation aufzurüsten. Dies wird den Surface Go zwar nicht zu einem Kraftpaket machen, aber auf dem Papier sollte er viel besser in der Lage sein, Multitasking ohne Probleme durchzuführen. Man kann auch noch auf 8 GB RAM und 128 GB echten SSD Speicher aufrüsten.

Das Surface Go 2 bekommt mit den dualen Studio Mics sogar noch die Mikrofone, die man sonst nur aus der Pro Serie kennt. Die Akkulaufzeit hat sich von 9 auf 10 Stunden erhöht.

An den Anschlüssen hat sich nichts geändert: Es gibt immer noch einen einfachen USB-C Anschluss, einen Surface Connect Anschluss, einen microSDXC-Kartenleser (der jetzt bis zu 1 TB microSD Karten unterstützt) und einen Kopfhöreranschluss. WLAN unterstützt jetzt WiFi 6 und Bluetooth ist in Version 5 an Board. Es wird auch wieder eine Konfiguration mit LTE Advanced Konnektivität geben.

Zu beachten ist, dass das Surface Go 2, wie sein Vorgänger, mit „Windows 10 im S-Modus“ ausgeliefert wird. Dies ist eine leicht abgespeckte Version von Windows 10, welche nur die Installation von Anwendungen aus dem Microsoft Store erlaubt.

Surface Headphones 2 – mehr Batterie zum niedrigeren Preis

Surface Headphones 2

Im Vergleich zum Vorgängermodell gibt es bei den Surface Headphones 2 nicht viele Änderungen. Diese haben es dafür aber in sich.

Microsoft gibt die Akkulaufzeit jetzt mit bis zu 20 Stunden an. Gegenüber den bisherigen 15 Stunden ist das ein enormer Fortschritt.

Auch der Bluetooth Audio Codec aptX wird jetzt unterstützt. Apple Nutzer werden davon wenig merken, da iPhones dies leider nicht unterstützen. In Verbindung mit einem Microsoft Gerät oder Android Smartphone wird man aber einen deutlichen Unterschied hören.

Mit einer UVP von ca. 280 Euro, sind die Surface Headphones 2 deutlich günstiger als ihrer Vorgänger und eine gute Alternative zu Bode und Sony.

Surface Earbuds – lange erwartet

Surface Earbuds

Microsoft hat die Surface Earbuds bereits im Oktober erstmals vorgestellt. Damals war der Plan, dass sie bis Ende 2019 auf den Markt kommen. Das wurde nun alles auf Mai 2020 verschoben.

An der Funktion der Surface Earbuds hat sich seit ihrer Erstvorstellung nicht viel geändert. Kurz gesagt handelt es sich dabei um völlig drahtlose Ohrhörer nach dem Vorbild der AirPods von Apple. Jedoch haben die Earbuds ein großes scheibenförmiges Touchpad an der Außenseite zur Steuerung von Anrufen und der Audiowiedergabe.

Microsoft gibt die Akkulaufzeit mit 8 Stunden an, was somit etwas über den AirPods und AirPods Pro von Apple liegt. Durch das Ladecase, welches über USB-C geladen wird, kann die Betriebsdauer auf bis zu 24 Stunden erhöht werden. Sie unterstützen auch aptX und verfügen über eine IPX4-Zertifizierung. Jeder Ohrhörer verfügt über zwei eingebaute Mikrofone, was die Anrufqualität verbessern soll.

Darüber hinaus wird die Integration mit den 365 Apps von Microsoft vorangetrieben: Mit den Surface Earbuds kann man beispielsweise in Outlook durch die Stimme in E-Mails navigieren oder Folien voranstellen und Untertitel für eine PowerPoint Präsentation in Echtzeit erstellen.

Surface Dock 2 und ein USB-C Hub für unterwegs

Surface Dock 2

Schließlich kündigte Microsoft auch noch Zubehör für seine neuen Produkte an. Das Surface Dock 2 ist ein USB-C Dock, welches über den proprietären Surface Connect Anschluss mit neueren Surface Geräten verbunden werden kann. Diese werden dann um vier USB-C-Anschlüsse, zwei USB-A 3.2-Anschlüsse und einen Gigabit Ethernet Port erweitert.

Ein neuer Microsoft USB-C Travel Hub ist eine tragbarere Option mit einem USB-C 3.1 Gen 2-Anschluss, einem USB-A 3.2 Gen 2-Anschluss, einem Gigabit Ethernet Port sowie HDMI 2.0- und VGA-Anschlüssen.

Ein Thunderbolt 3 Dock hat Microsoft leider nicht vorgestellt.

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