Argo AI schließt 2,6 Milliarden Deal mit Volkswagen und expandiert nach Europa

Der Volkswagen Konzern schloss am Dienstag seine 2,6 Milliarden Dollar Investition in Argo AI ab. Das in Pittsburgh ansässige Startup für selbstfahrende Autos wurde 2017 mit 1 Milliarde Dollar Unterstützung von Ford aufgebaut.

Argo Ai VW

Der Deal macht Argo zu einem globalen Unternehmen mit zwei Kunden – VW und Ford – sowie Betrieben in den USA und Europa. Die Tochtergesellschaft Autonomous Intelligent Driving, welche gegründet wurde, um autonome Fahrzeugtechnologie für den VW-Konzern zu entwickeln, wird in Argo AI aufgehen. Das Münchner Büro von AID wird zum europäischen Hauptsitz von Argo.

Mit dieser Integration wird die Belegschaft von Argo auf mehr als 1.000 Mitarbeiter erweitert. Argo Ai hat auch Büros in Detroit, Palo Alto, und Cranbury, New Jersey. Das Unternehmen verfügt über Flotten autonomer Fahrzeuge, die auf öffentlichen Straßen in Austin, Miami und Washington, D.C. kartografiert und getestet werden.

Argo AI entwickelt virtuelle Fahrersysteme und hochauflösende Karten für die selbstfahrenden Fahrzeuge von Ford. Diese Aufgabe wird nun auf VW ausgeweitet. Ford und VW werden sich im Rahmen der Vereinbarung die Kosten für die Entwicklung der Technologie für selbstfahrende Fahrzeuge von Argo AI teilen.

„Der Aufbau eines sicheren, skalierbaren und vertrauenswürdigen Selbstfahrdienstes ist jedoch keine leichte Aufgabe. Es ist auch keine billige Aufgabe“, sagte John Lawler, CEO von Ford Autonomous Vehicles LLC, in einem Blog Post.

Vor zwei Jahren sagte Ford, sie werden bis 2023 4 Milliarden Dollar in eine neu gegründete LLC investieren, die sich dem Aufbau eines autonomen Fahrzeuggeschäfts widmet. Ford Autonomous Vehicles LLC beherbergt die Unternehmenszweige für die Integration selbstfahrender Systeme, die Forschung an autonomen Fahrzeugen, die Entwicklung von AV-Transport-as-a-Service-Netzwerken, die Geschäftsstrategie und die Geschäftsentwicklung.

Argo Ai

Lawler betonte, dass die Aufteilung der Entwicklungskosten nicht bedeutet, dass Ford seine Gesamtausgaben für autonome Fahrzeuge reduziert. Stattdessen wollen sie Geld für die Entwicklung von Transport as a Service Software und den Flottenbetrieb für den späteren Selbstfahrservice umverteilen.

Trotz dieser gemeinsamen Investition werden Ford und VW beim eigentlichen Selbstfahrer Service nicht zusammenarbeiten.

Lawler, der auch Vizepräsident für Mobilitätspartnerschaften bei Ford ist, sagte, dass der US-Automobilhersteller „beim Aufbau seines eigenen Selbstfahrerdienstes unabhängig bleiben wird“.

Der Vorstand von Argo wird ab sofort aus zwei VW Sitzen, zwei Ford Sitzen und drei Argo Sitzen bestehen.

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